§5.3.4 Bemessungsdifferenzstrom eines RCD — Standardwerte `I_ΔN` EB-ZUSAMMENFASSUNG
💡 Einfach erklären
Die Norm legt eine Reihe von Bemessungsdifferenzströmen für RCDs (ohne eingebauten Überstromschutz) fest: 6, 10, 30, 100, 300, 500 und 1000 mA. Dieser Wert ist die Nennempfindlichkeit des Geräts. Danach werden RCDs in zwei Klassen eingeteilt. Hochempfindliche (6, 10, 30 mA) schützen Personen vor Stromschlag bei Berührung spannungsführender Teile; der Schwellwert von 30 mA ist physiologisch begründet – bei diesem Strom ist das Risiko eines Herzstillstands gering. Nur RCDs ≤30 mA erfüllen die Anforderung des zusätzlichen Schutzes nach §415.1. Geräte mit 100–1000 mA schützen nicht Personen, sondern vor Brand durch Ableitströme und werden zur Selektivität mit niedrigeren RCDs eingesetzt. In der Praxis: Für Steckdosen und Feuchträume verwenden Sie 30 mA zum Personenschutz, für den Zuleitungsschutz und Selektivität 100–300 mA.