Automatische Prüfungen
ElectroBoard prüft Ihren Schaltschrank in Echtzeit anhand von über 100 Regeln, gruppiert nach Kategorien. Die Ergebnisse erscheinen im Prüffeld – dem farbcodierten Feld in der unteren rechten Ecke des Editors.
Das Prüffeld lesen
Die Prüfungen sind nach Schweregrad gruppiert:
- 🔴 Sicherheit – kritische Fehler, die zu Brand, Stromschlag oder Geräteschäden führen können. Müssen behoben werden.
- 🟡 Problem – Situationen, die zu Fehlauslösungen oder instabilem Betrieb führen können. Behebung wird empfohlen.
- 🔵 Empfehlung – Ratschläge zur Verbesserung des Entwurfs. Können ignoriert werden, sollten aber besser berücksichtigt werden.
Klicken Sie auf eine Prüfung, um die Details zu erweitern. Die Details erklären die Ursache des Problems und schlagen eine Lösung vor. Einige Prüfungen haben eine Schaltfläche, die zum betreffenden Gerät springt.
💡 Normenanpassung: Die Meldungstexte passen sich an die in den Schaltschrankeinstellungen gewählte Norm an. Für NEC zeigt die Aderfarbenwarnung z. B. NEC 200.6 / 250.119 und das Schwarz/Rot/Blau-Schema, während für IEC IEC 60445 und das Braun/Schwarz/Grau-Schema angezeigt werden. Schwellwerte (Spannungsfall, RDF, Phasenbalance) unterscheiden sich ebenfalls je nach Norm: NEC hat eine strengere 3 % / 2 %-Spannungsfallgrenze gegenüber 5 % / 3 % nach IEC. Wenn mehrere Normen aktiv sind, gilt die strengste. Dies ist das Verhalten der RegionalProfile-Architektur – das Hinzufügen einer neuen regionalen Norm erfordert eine einzige neue Deskriptordatei, keine Änderungen in Dutzenden von Detektoren.
[Screenshot: Prüffeld mit Beispielen verschiedener Warnungstypen]
Selektivität (5 Prüfungen)
Selektivität ist das Prinzip, dass bei einem Fehler nur das dem Fehler nächstgelegene Gerät auslöst – nicht alle vorgeschalteten Geräte.
💡 Hinweis: Die Prüfungen von Bemessungswert und Kennlinie (Punkte 1, 2, 4, 5) gelten nur für Schutzeinrichtungen – MCB (mcb), RCBO (rcbo), AFDD (afdd), Sicherung (fuse). RCDs, Schütze und Relais sind von diesen Prüfungen ausgeschlossen, da sie keinen Überlastschutz bieten.
1. Bemessungswert des Abgangs übersteigt Bemessungswert des Vorsicherung 🔴
Beispiel: Der MCB "Warmwasserbereiter" (25 A) ist an einen 16 A-Eingangs-MCB angeschlossen.
Problem: Bei einer Überlast des Warmwasserbereiters löst der Eingangs-MCB aus und trennt die gesamte Gruppe (einschließlich anderer Stromkreise), anstatt nur den MCB des Warmwasserbereiters.
Lösung: Verringern Sie den Bemessungswert des Abgangs oder erhöhen Sie den Bemessungswert des Vorsicherung.
2. Gleicher Bemessungswert bei Vorsicherung und Abgang 🟡
Beispiel: Ein Vorsicherungs-MCB (16 A) und ein Abgangs-MCB (16 A).
Problem: Bei Überlast ist unbestimmt, welcher zuerst auslöst – die gesamte Gruppe kann getrennt werden.
Lösung: Machen Sie den Bemessungswert des Abgangs niedriger als den des Vorsicherung.
3. RCD ohne vorgeschalteten Leitungsschutzschalter 🟡
Beispiel: Ein RCD, der an ein Schütz (nicht an einen MCB) angeschlossen ist.
Problem: Ein RCD ist nicht für Kurzschlussströme ausgelegt und kann beschädigt werden.
Lösung: Fügen Sie einen MCB vor dem RCD hinzu oder ersetzen Sie ihn durch einen RCBO.
💡 Klarstellung: Die Prüfung durchläuft die gesamte Vorfahrenkette des RCD über Nicht-Schutzeinrichtungen (Spannungsrelais, Schütz, Umschalter, 1-0-1-Trenner). Wenn auf einer beliebigen vorgelagerten Ebene ein MCB / RCBO / eine Sicherung gefunden wird, wird die Warnung NICHT ausgelöst. Beispielsweise ist die Kette "Eingangs-MCB → Spannungsrelais → RCD" korrekt geschützt.
4. Kennlinienkonflikt 🟡
Beispiel: Ein Vorsicherung mit Kennlinie B, ein Abgang mit Kennlinie D.
Problem: Bei einem Kurzschluss löst der Vorsicherung (Kennlinie B, schnell) vor dem Abgang (Kennlinie D, träge) aus und trennt die gesamte Gruppe.
Lösung: Die Kennlinie des Vorsicherung muss gleich oder träger sein als die des Abgangs. Beispiel: Vorsicherung C oder D, Abgang B oder C.
5. Summe der Abgangsbemessungswerte übersteigt den Vorsicherungsbemessungswert deutlich 🟡
Beispiel: Ein 40 A-Eingangs-MCB hat fünf 16 A-Abgangs-MCBs (Summe = 80 A > 40 A ÷ GF(0,7) ≈ 57 A).
Problem: Wenn alle Stromkreise gleichzeitig einschalten, kann das vorgelagerte Gerät auslösen.
Lösung: Prüfen Sie den Gleichzeitigkeitsfaktor – wenn nicht alle Stromkreise gleichzeitig laufen, kann dies in Ordnung sein. Erhöhen Sie andernfalls den Bemessungswert des Vorsicherung.
💡 Gleichzeitigkeitsfaktor (GF) nach IEC 61439-1: ElectroBoard wendet den GF automatisch basierend auf der Anzahl der Abgänge am vorgelagerten Gerät an:
Abgänge GF 1 1,0 2–3 0,8 4–5 0,7 6–9 0,6 10+ 0,5 Die Überlastschwelle des Vorsicherung ist die Summe der Abgangsbemessungswerte im Vergleich zu
Vorsicherungsbemessungswert ÷ GF. Bei fünf Abgängen (GF = 0,7) beträgt die Schwelle für ein 40 A-Gerät ≈ 57 A.
Einschaltstrom (1 Prüfung)
6. Einschaltstrom übersteigt die Auslöseschwelle des Schutzschalters 🔴/🟡
Beispiel: Der MCB "Waschmaschine" (16 A, Kennlinie C) mit einem Motor, dessen Einschaltstrom bei ~80 A liegt.
Problem: Beim Starten der Waschmaschine überschreitet der Motoreinschaltstrom den Bereich der Kennlinie C (Schwelle 80–160 A). Der Schutzschalter kann bei jedem Einschalten auslösen.
Lösung: Ändern Sie die Kennlinie des Schutzschalters (z. B. auf D) oder erhöhen Sie den Bemessungswert.
Kabelsystem (3–5 Prüfungen)
7. Kabel kann überhitzen 🔴
Beispiel: Ein 1,5 mm²-Kabel (in einer Wand, 16 A Belastbarkeit) unter einem 20 A-Schutzschalter.
Problem: Der Bemessungswert des Schutzschalters übersteigt den zulässigen Strom des Kabels – bei Überlast erreicht das Kabel eine gefährliche Temperatur, bevor der Schutzschalter auslöst.
Lösung: Erhöhen Sie den Kabelquerschnitt oder verringern Sie den Bemessungswert des Schutzschalters.
💡 Umschalter / Netzumschaltung: Bei Geräten mit zwei Eingängen (Haupt- + Reservequelle) gelten die Prüfungen 7–10 für beide Kabel unabhängig voneinander – primär und sekundär. Meldungen für das sekundäre (Reserve-)Kabel sind mit "Reservekabel" gekennzeichnet.
8. Kabel an der Belastungsgrenze 🟡
Der berechnete Laststrom liegt nahe an der Belastbarkeit dieses Kabels. Es funktioniert, aber ohne Reserve.
9. Spannungsfall übersteigt 5 % 🔴
Lösung: Erhöhen Sie den Kabelquerschnitt oder verringern Sie die Stromkreislänge.
10. Spannungsfall 3–5 % 🟡
Für Beleuchtung wird empfohlen, den Spannungsfall unter 3 % zu halten. Für Steckdosenstromkreise – unter 5 %.
11. Nicht genormter Kabelquerschnitt 🔵
Eine Informationsmeldung über die Verwendung eines nicht genormten Querschnitts.
11a. Größerer Kabelquerschnitt empfohlen 🔵
Der aktuelle Querschnitt kann den Schutzschalterstrom führen, jedoch ohne Reserve. Beispielsweise empfiehlt ein 25 A-MCB 6 mm², aber es ist 4 mm² installiert – es funktioniert, jedoch nahe der Grenze. Dies ist ein Ratschlag für die Zukunft, kein Fehler.
Kabel – Installationsphysik (4 Prüfungen)
Universelle Prüfungen der Installationsphysik nach IEC 60364. Immer aktiv (unabhängig von der gewählten Norm); einige werden nur ausgelöst, wenn die entsprechenden Installationsbedingungen in den Schaltschrankeinstellungen gesetzt sind.
11b. Leiter kann bei Kurzschluss durchbrennen 🔴
Regel (IEC 60364-4-43): Die Durchlassenergie (I²t) der Schutzeinrichtung bei einem Kurzschluss darf die thermische Festigkeit des Leiters k²×S² (das adiabatische Kriterium) nicht überschreiten. Andernfalls verschlechtert sich die Leiterisolierung schneller, als der Schutz auslöst.
Beispiel: Eine Schutzeinrichtung mit hoher Durchlassenergie über einen dünnen Leiter (z. B. 1,5 mm²).
Lösung: Erhöhen Sie den Leiterquerschnitt (jeder wird einzeln geprüft – L, N, PE) oder installieren Sie einen schnelleren Schutz – eine gG-Sicherung oder einen niedrigeren Bemessungswert.
11c. Kabelbündelung reduziert Belastbarkeit 🟡
Regel (IEC 60364-5-52 §523.5): Wenn mehrere Kabel in einem gemeinsamen Bündel oder Kabelkanal verlaufen, reduziert ihre gegenseitige Erwärmung die Belastbarkeit (Bündelungsfaktor Cf). Die Prüfung wird aktiviert, wenn die Anzahl der Kabel im Bündel (mehr als eines) in den Schaltschrankeinstellungen gesetzt ist.
Problem: Der berechnete Strom übersteigt die Belastbarkeit mit angewendetem Cf (obwohl dieses Kabel ohne Bündelung den Strom führen würde).
Lösung: Erhöhen Sie den Querschnitt oder reduzieren Sie die Anzahl der Kabel im Bündel.
11d. Strom übersteigt Belastbarkeit bei erhöhter Temperatur 🟡
Regel (IEC 60364-5-52, Tabelle B.52.14): Bei einer Umgebungstemperatur über den standardmäßigen 30 °C wird die Kabelbelastbarkeit um den Faktor k1 reduziert. Die Prüfung wird aktiviert, wenn die Installationstemperatur in den Schaltschrankeinstellungen gesetzt ist.
Lösung: Erhöhen Sie den Querschnitt oder ändern Sie die Installationsbedingungen (niedrigere Umgebungstemperatur).
11e. N-Leiter zu klein für harmonische Last 🔴
Regel (IEC 60364-5-523, Anhang E): Bei einem signifikanten Anteil an Oberschwingungen der Ordnung 3k (3., 9. – von Schaltnetzteilen, LED-Treibern, Frequenzumrichtern) kann der Neutralleiterstrom den Phasenstrom übersteigen. Bei 33–45 % Oberschwingungen wird der N-Querschnitt mit dem Faktor 1,45 multipliziert.
Problem: Der N-Leiter ist kleiner als für die harmonische Last erforderlich – Risiko einer Neutralleiterüberhitzung.
Lösung: Erhöhen Sie den N-Leiterquerschnitt auf den empfohlenen Wert.
Erdung (3 Prüfungen)
12. Gerät nicht mit dem Erdungssystem kompatibel 🔴
Manche Geräte arbeiten nicht mit bestimmten Erdungssystemen. Beispielsweise funktioniert ein RCD in einem TN-C-System (wo N und PE kombiniert sind) nicht – der Differenzschutz kann bei einem Ableitstrom physikalisch nicht auslösen.
12a. Kein Berührungsschutz in einem TT-System 🔴
In einem TT-Erdungssystem ist der einzige zuverlässige Schutz gegen indirektes Berühren eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD oder RCBO). Wenn der Verteiler überhaupt keinen RCD hat, besteht bei einem Isolationsfehler zum Gehäuse kein Schutz.
Lösung: Fügen Sie einen vorgelagerten RCD mit einem Bemessungsfehlerstrom ≤ 300 mA oder einen RCD pro Gruppe mit ≤ 30 mA hinzu.
13. Einschränkung des Erdungssystems 🔵
Das Gerät kann arbeiten, jedoch mit Einschränkungen für das gewählte Erdungssystem. Beispielsweise kann in TN-C kein RCD/RCBO verwendet werden, und Bäder sowie Küchen können nicht durch Differenzschutz geschützt werden. Ziehen Sie wenn möglich einen Wechsel zu TN-C-S in Betracht (Aufteilung des PEN in N + PE).
Phasenkonflikt (2 Prüfungen)
14. Untergeordnetes Gerät auf einer anderen Phase als das übergeordnete Gerät 🔴
Beispiel: Ein RCD auf Phase L1 und ein nachgeschalteter LS-Schalter auf Phase L2.
Problem: Das untergeordnete Gerät wird nicht vom übergeordneten Gerät versorgt. Der RCD erkennt den durch den LS-Schalter fließenden Strom nicht.
Lösung: Verschieben Sie das untergeordnete Gerät auf dieselbe Phase wie das übergeordnete Gerät, oder ändern Sie das übergeordnete Gerät.
15. Inkompatible Anschlussvariante 🟡
Die Anschlussvariante des untergeordneten Geräts stimmt nicht mit den Phasen des übergeordneten Geräts überein.
Verteilerstruktur (9 Prüfungen)
16. Kein vorgelagertes Gerät 🔵
Der Verteiler hat keinen Trennschalter oder LS-Schalter am Einspeisepunkt. Empfehlung – fügen Sie einen hinzu, damit der Verteiler sicher spannungsfrei geschaltet werden kann.
17. RCD ohne angeschlossene Sicherungsautomaten 🟡
Ein RCD oder Schütz als übergeordnetes Gerät hat keine untergeordneten Geräte. Es belegt einen Hutschienenplatz, erfüllt aber keine Funktion.
18. Gerät ohne vorgelagerten Schutz 🔵
Ein Gerät, das geschützt werden sollte (z. B. ein LS-Schalter), ist mit keinem übergeordneten Gerät verbunden.
19. Kabelquerschnitt nicht angegeben 🔵
Bei einem Gerät mit abgehendem Kabel sind die Kabelparameter nicht eingestellt. Ohne diese kann der Überhitzungsschutz des Kabels nicht überprüft werden.
19a. Steuerkreis-Ziel gelöscht 🟡
Ein Steuergerät (Schützschalter, Relais usw.) verweist auf ein Schütz, das aus dem Verteiler entfernt wurde.
19b. Steuerkreis-Ziel ist kein Schütz 🟡
Ein Steuergerät verweist auf ein Gerät, das kein Schütz ist. Steuerkreise werden nur für Schütze (mit einer A1/A2-Spule) unterstützt.
19c. Gerät steuert sich selbst 🟡
Ein Gerät verweist auf sich selbst als Ziel des Steuerkreises.
19d. Von einem Gerät ohne Ausgang versorgt 🟡
Das Gerät ist als untergeordnetes Gerät eines Überspannungsableiters (Varistor-Nebenschluss), einer Steckdose, eines Zählers oder eines Relais angeschlossen – also eines Geräts, das keinen Ausgangsklemme zur Versorgung eines Verbrauchers hat und den Strom nicht weiterleitet.
Lösung: Verschieben Sie das Gerät zu einer tatsächlichen vorgelagerten Quelle – dem gleichen Einspeisegerät oder der Sammelschiene, die den Überspannungsableiter versorgt.
19e. Beide Umschalteingänge von derselben Quelle 🟡
Beispiel: Bei einem Umschalter sind sowohl der Haupt- als auch der Reserveeingang mit ein und demselben physischen Gerät verbunden.
Problem: Die Redundanz funktioniert nicht – wenn die Versorgung dieses Geräts ausfällt, verlieren beide Umschalteingänge gleichzeitig die Spannung.
Lösung: Verbinden Sie den Haupt- und den Reserveeingang mit verschiedenen Quellen (z. B. vorgelagerter LS-Schalter + Generator).
💡 Unterschied zu Prüfung 50: Prüfung 50 wird ausgelöst, wenn die beiden Eingänge dieselbe Quellen-Rolle haben (beide "Netz"), während diese Prüfung ausgelöst wird, wenn beide Eingänge auf dasselbe Gerät verweisen.
Zugewiesene Leistung (1 Prüfung)
20. Zugewiesene Leistung überschritten 🔴
Die Gesamtlast des Verteilers übersteigt die zugewiesene Leistung. Wenn alle Geräte gleichzeitig laufen, kann der vorgelagerte Sicherungsautomat des Netzbetreibers auslösen. Reduzieren Sie die Last, verwenden Sie Zeitschaltuhren oder bitten Sie den Netzbetreiber, die zugewiesene Leistung zu erhöhen.
Belastung (3 Prüfungen)
22. Sicherungsautomat überlastet 🔴
Der berechnete Strom durch den Sicherungsautomaten übersteigt dessen Bemessungswert. Der Sicherungsautomat arbeitet im Überlastzustand.
23. Sicherungsautomat nahe am Grenzwert 🟡
Der berechnete Strom liegt nahe am Bemessungswert. Es wird empfohlen, den Bemessungswert zu erhöhen oder die Last umzuverteilen.
23a. Gleichzeitigkeitsfaktor aktivieren 🔵
Wenn viele Abgänge an ein übergeordnetes Gerät angeschlossen sind, überschätzt die Berechnung mit 100 % Gleichzeitigkeit den Gesamtstrom – in der Praxis laufen nicht alle Stromkreise gleichzeitig.
Lösung: Aktivieren Sie den Gleichzeitigkeitsfaktor (DF) in der Symbolleiste – die Lastberechnung wird gemäß IEC 61439-1 realistischer. Dies ist eine Empfehlung, kein Fehler.
Phasenlastverteilung (2 Prüfungen, nur Drehstrom)
24. Phasenunsymmetrie > 30 % 🟡
Eine der Phasen ist deutlich stärker belastet als die anderen. Dies erhöht den Neutralleiterstrom und verringert die Versorgungsqualität.
25. Phasenunsymmetrie 15–30 % 🔵
Spürbare Ungleichmäßigkeit; eine Umverteilung der Last wird empfohlen.
Busbar-Kämme (19 Prüfungen)
💡 Kammtyp: Der Kammtyp (1P / 3P / 1P+N / 3P+N) wird automatisch aus dem tatsächlichen Leitersatz der darin enthaltenen Schutzschalter ermittelt — nicht aus der Polzahl des ersten Schutzschalters. Bei mehrphasigen Verteilern kann jede Phase (L1/L2/L3) einen separaten Kamm haben, wenn ihre Positionen nicht übereinstimmen. Dies verhindert eine falsche Typerkennung bei gemischten Gruppen.
26. Kamm-Schutzschalter existiert nicht 🔴
Ein Schutzschalter wurde aus dem Verteiler gelöscht, blieb aber im Kamm. Löschen Sie den Kamm und erstellen Sie einen neuen.
27. Schutzschalter nicht auf der Kamm-Schiene 🔴
Ein Schutzschalter wurde auf eine andere Schiene verschoben und befindet sich nicht mehr auf der Schiene des Kamms.
28. Leiter passen nicht zum Kamm 🔴
Nach einer Änderung des Anschlusses eines Schutzschalters (z. B. von 1P auf 3P) passen seine Leiter nicht mehr zum Kammtyp.
29. Unterschiedliche Einspeiserichtung im Kamm 🔴
Schutzschalter im selben Kamm haben unterschiedliche Einspeiserichtungen — einer wird von oben, ein anderer von unten eingespeist.
29a. N-Kamm von einem ungeeigneten Gerät eingespeist 🔴
Regel: Ein N-Kamm, der von einem Gerät (statt von einer N-Sammelschiene) eingespeist wird, ist nur gültig, wenn dieses Gerät ein N-Verteiler ist — es hat eine Neutralleiter-Verteilungsfunktion (RCD, Umschalter, Cross-Modul, Wandler) und einen eigenen N-Pol.
Beispiel: Ein N-Kamm, der von einem gewöhnlichen 1P+N-Leitungsschutzschalter (Durchgang) oder einem Überspannungsschutzgerät (SPD) eingespeist wird.
Problem: Durchgangsgeräte haben 1–2 Ausgangsklemmen auf N — nicht für Abzweigungen vorgesehen. Ein SPD hat physikalisch einen Varistor-Shunt und leitet N-Strom nicht nach außen weiter.
Lösung: Schließen Sie die Kamm-Einspeisung wieder an eine N-Sammelschiene oder an einen Verteiler (z. B. ein 4P-Cross-Modul mit N-Pol und Ausgangsklemmen) an.
29b. Kamm ohne Versorgungsquelle 🔴
Der Eingangskamm hat keine explizite Quelle (Einspeisung). Ein Kamm benötigt einen Schutzschalter oder eine N-Sammelschiene zur Einspeisung — überprüfen Sie das Eigenschaftenfenster des Kamms.
29c. Verweis auf eine nicht vorhandene Quelle 🔴
Die Versorgungsquelle (Einspeisung) des Kamms verweist auf einen Schutzschalter, eine Sammelschiene oder einen Kamm, der sich nicht im Verteiler befindet (z. B. nach einer Löschung). Wählen Sie eine vorhandene Quelle.
29d. RCBO in einer gemeinsamen N-Gruppe 🔴
Ein RCBO hat einen eigenen internen N-Kanal. Ein gemeinsamer RCBO-Kamm mit gewöhnlichen Schutzschaltern kurzschließt diesen internen N-Leiter — der Differenzschutz des RCBO wird unwirksam (IEC 60364-5-53). Entfernen Sie den RCBO aus diesem Kamm oder machen Sie alle seine Mitglieder zu RCBOs.
29e. N-Kamm ohne N-Sammelschiene 🔴
Ein N-Kamm benötigt eine ausgewählte Neutralleiterquelle: die N-Sammelschiene des Verteilers (die gemeinsame Sammelschiene oder die eigene N-Sammelschiene des RCDs). Wählen Sie eine Quelle in den Kamm-Eigenschaften.
29f. Kamm-Inc überschritten 🔴
Die Summe der Nennströme der angeschlossenen Schutzschalter ist größer als die Bemessungsstromtragfähigkeit (Inc) des Kamms. Die thermische Stromtragfähigkeit ist nicht gewährleistet (IEC 61439-1 Abs. 9.3). Erhöhen Sie die Kamm-Inc oder verteilen Sie die Schutzschalter auf zwei Kämme.
29g. Kaskadierender zyklischer Verweis 🔴
Der Kamm wird indirekt über eine Kette von Quellen (Kamm → Kamm → … → sich selbst) von sich selbst gespeist. Wählen Sie direkt eine N-Sammelschiene oder einen anderen, höher in der Kaskade stehenden Kamm.
29h. Kamm-Kaskade zu tief 🔴
Die Kamm-Kaskadentiefe überschreitet 5 Ebenen. Gemäß IEC 61439-1 Abs. 9.3 ist die Koordination der thermischen Stromtragfähigkeit nicht gewährleistet. Verkürzen Sie die Kette.
29i. Gerätepole schneiden die Kammleiter nicht 🔴
Die Leiter eines Schutzschalters (z. B. L2) sind im Kamm nicht vorhanden (z. B. nur L1). Der Schutzschalter kann kein Mitglied dieses Kamms sein — entfernen Sie ihn oder ändern Sie seinen Anschlusstyp.
29j. Phase eines Kombinationskamms ohne Quelle 🔴
Ein Kombinationskamm (1P+N / 3P+N) deklariert einen Phasenleiter, aber die Quelle kann ihn nicht bereitstellen — z. B. wird die Phase über eine N-Sammelschiene geführt, die L nicht führt. Wählen Sie eine Phasenquelle für die Phase.
29k. N eines Kombinationskamms ohne Quelle 🔴
Ein Kombinationskamm (1P+N / 3P+N) deklariert N, aber die Quelle kann ihn nicht bereitstellen — z. B. wird N über eine Phasensammelschiene geführt, die den Neutralleiter nicht führt. Wählen Sie eine Neutralleiterquelle (eine N-Sammelschiene) für N.
29l. N-Kamm unter einem RCD auf der gemeinsamen Sammelschiene 🟡
Ein N-Kamm, dessen Mitglieder unter einem RCD sind, wird von der gemeinsamen N-Sammelschiene des Verteilers gespeist, nicht von der eigenen N-Sammelschiene dieses RCDs.
Problem: Ein gemeinsamer Neutralleiter mit anderen Gruppen hebt die selektive Ableitstromüberwachung auf (IEC 60364-5-53 Abs. 531) — der RCD sieht Fremdströme und kann fehlauslösen.
Lösung: Schließen Sie den N-Kamm wieder an die eigene N-Sammelschiene dieses RCDs an.
29m. Kamm überschreitet eine Zonengrenze 🟡
Schutzschalter verschiedener Raumzonen sind in einem Kamm zusammengefasst (z. B. Badezimmer und Wohnzimmer).
Lösung: Erstellen Sie aus Gründen der einfacheren Wartung separate Kämme für jede Zone. Dies ist eine Empfehlung für bewährte Praxis, kein Anschlussfehler.
29n. Kamm-Einspeisung auf einer anderen Schiene 🔵
Die Versorgungsquelle (Einspeisung) des Kamms befindet sich auf einer anderen Schiene als der Kamm selbst. Dies ist zulässig, kann aber zu langen schienenübergreifenden Leitungsquerungen führen — überprüfen Sie die Leitungsführung.
29o. Unterbrechung der Kamm-Versorgungshierarchie 🟡
Bei einem Kombinationskamm (1P+N / 3P+N) haben die Phasen- und N-Quellen keinen gemeinsamen Vorfahren im Versorgungsbaum — L und N stammen aus topologisch unabhängigen Kaskaden.
Problem: Unabhängige Versorgungsketten auf einem Kamm können einen Kurzschluss zwischen den Kaskaden verursachen.
Lösung: Speisen Sie Phase und Neutralleiter des Kamms aus einer gemeinsamen Quelle (ein Gerät oder eine verknüpfte Hierarchie) ein.
PE/N-Sammelschienen (2 Prüfungen)
30. Überlauf der Sammelschienenklemmen 🟡
Die Anzahl der angeschlossenen Geräte überschreitet die Anzahl der Klemmen auf der Sammelschiene. Das System wird anbieten, die Klemmenanzahl auf die nächstgelegene Standardgröße zu erhöhen.
31. PE-Sammelschiene fehlt 🟡
Der Verteiler enthält Geräte, die eine Erdung benötigen (SPD), aber es gibt keine PE- oder PEN-Sammelschiene. Fügen Sie eine Sammelschiene des entsprechenden Typs hinzu.
Elektrische Sicherheit (IEC 60364) (4 Prüfungen)
Prüfungen auf Einhaltung der grundlegenden elektrischen Sicherheitsanforderungen. Immer aktiv; keine manuelle Aktivierung erforderlich. Rahmen basierend auf IEC 60364 und den zugehörigen IEC-Normen.
32. RCD-Differenzialselektivität 🔴
Regel (IEC 61008-1 §7.6): Der Bemessungsdifferenzstrom des übergeordneten RCD (IΔn) muss mindestens das Dreifache des untergeordneten RCD betragen (S-Typ vs. allgemeine Selektivität).
Beispiel: Ein einspeisender RCD (IΔn = 30 mA) mit einem untergeordneten RCD (IΔn = 30 mA) — ein Verstoß. Erforderlich: übergeordneter RCD ≥ 100 mA (da 30 × 3 = 90 mA).
Problem: Ohne ausreichende Spreizung der Auslöseströme löst ein Ableitstrom beide RCDs gleichzeitig aus und schaltet den gesamten Verteiler statt nur einer Gruppe ab.
Lösung: Installieren Sie einen einspeisenden RCD mit IΔn ≥ 100 mA (Brandschutz) oder 300 mA und Gruppen-RCDs mit 30 mA.
33. Nassräume ohne RCD ≤ 30 mA 🔴
Regel (IEC 60364-7-701): Stromkreise in Nassbereichen (Badezimmer, Waschküche) müssen durch einen RCD mit IΔn ≤ 30 mA geschützt werden.
Beispiel: Der "Warmwasserbereiter"-LS-Schalter mit der Zone "Badezimmer" ist an ein übergeordnetes Gerät ohne RCD in der Schutzkette angeschlossen.
Problem: Das Fehlen eines Differenzialschutzes in einem Nassbereich — ein Risiko eines elektrischen Schlags.
Lösung: Schließen Sie das Gerät unter einem RCD oder RCBO mit IΔn ≤ 30 mA an. Für erhöhten Schutz (Badezimmer) wird IΔn = 10 mA empfohlen.
34. Gerätebeschriftung 🔵
Jedes Schutzgerät sollte ein Etikett tragen, das den von ihm geschützten Stromkreis identifiziert. Ohne Beschriftung kann der Zweck eines Stromkreises bei Wartungsarbeiten oder einer Störung nicht identifiziert werden.
Problem: Das Gerät hat keinen Namen (das Feld "Name" ist leer).
Lösung: Geben Sie dem Gerät einen beschreibenden Namen (z. B. "Küchensteckdosen", "Flurbeleuchtung").
34a. Schlafzimmer ohne AFDD-Schutz 🔴
Regel (IEC 60364-4-42 §421.4): Stromkreise in Schlafzimmern müssen durch eine Fehlerlichtbogen-Schutzeinrichtung (AFDD) geschützt werden — aufgrund des erhöhten Brandrisikos durch Lichtbogenfehler in beschädigten Leitungen während der Nacht.
Problem: Ein Gerät in einer "Schlafzimmer"-Zone ist nicht durch einen AFDD geschützt — weder das Gerät selbst noch einer seiner Vorfahren ist ein AFDD (oder ein RCBO mit AFDD-Funktion).
Aktiv für: Normen, die einen AFDD in Schlafzimmern vorschreiben.
Lösung: Fügen Sie einen AFDD oder einen RCBO mit AFDD-Funktion vorgeschaltet zu diesem Schutzschalter hinzu.
Cross-Module (2 Prüfungen)
35. Anzahl der Cross-Modul-Anschlüsse überschritten 🔴
Die Anzahl der angeschlossenen Geräte an einer Klemme (Leiter) des Cross-Moduls überschreitet dessen physikalische Anzahl von Ausgängen pro Pol. Zum Beispiel mehr Stromkreise, als ein 12-Ausgangs-Pol aufnehmen kann.
Lösung: Reduzieren Sie die Anzahl der angeschlossenen Geräte, wählen Sie ein Cross-Modul mit mehr Ausgängen oder führen Sie N zu einer separaten Sammelschiene.
💡 Zur Stromüberlastung: Der gesamte Laststrom wird separat geprüft — im Abschnitt "Belastung" (Prüfungen 22–23). Ein Cross-Modul hat keine Prüfung "Summe der Nennströme > Modul-Nennstrom", da die Summe der Nennströme nicht dem gleichzeitigen Strom entspricht (12×16 A ≠ 192 A gleichzeitig).
36. Phaseninkompatibilität des angeschlossenen Geräts 🔴
Ein angeschlossenes Gerät fordert einen Leiter (Phase) an, den das Cross-Modul nicht besitzt. Zum Beispiel ein dreiphasiges Gerät, das an ein einphasiges Cross-Modul angeschlossen ist.
Lösung: Ändern Sie den Anschluss des angeschlossenen Geräts oder verwenden Sie ein Cross-Modul mit der passenden Polzahl (4P für dreiphasige Stromkreise).
N-Leiter-Führung (17 Prüfungen)
Prüfungen auf korrekte Führung des Neutralleiters (N) durch die Gerätehierarchie.
37. N-Leiter nicht angeschlossen 🔴
Das Gerät hat einen N-Pol, aber die N-Leiter-Führung ist undefiniert. Das System zeigt auf die Ursache des Problems – den höchsten Vorfahren, bei dem N unterbrochen ist.
Lösung: Ändern Sie die Anschlussvariante des Vorfahren (z. B. 1P → 1P+N) oder fügen Sie eine N-Sammelschiene hinzu.
38. Direkter N unter einem RCD (2 direkt) 🟡
Zwei Untergeräte sind unter einem RCD/Übertragungsschalter/Wechselschalter auf "Direkt" eingestellt. Physikalisch – ein N-Anschluss, zwei Adern daran: elektrisch zulässig (mit WAGO/Aderendhülsen-Kombination), aber das Hinzufügen einer N-Sammelschiene ist besser.
Lösung: Verschieben Sie eines der Untergeräte auf "Über Sammelschiene" (die Sammelschiene wird automatisch erstellt).
38a. Direkter N unter einem RCD – Überlast (3+ direkt) 🔴
Regel: 3+ Untergeräte im Modus "Direkt" unter einem RCD/Übertragungsschalter/Wechselschalter. Physikalisch unmöglich – ein N-Anschluss kann nicht 3+ Adern aufnehmen.
Lösung: Erstellen Sie eine N-Sammelschiene für diesen RCD (UI-Hinweis: "3+ – Sammelschiene"). Die Untergeräte wechseln automatisch auf Sammelschienen-Führung.
💡 Lebenszyklus der N-Sammelschiene: Die N-Sammelschiene eines RCD/RCBO/Übertragungsschalters/Wechselschalters existiert nur, solange mindestens ein Untergerät im Modus "Über Sammelschiene" ist. Wechseln alle Untergeräte zu "Direkt", wird die Sammelschiene automatisch gelöscht. Dies verhindert die Ansammlung von "verwaisten" Sammelschienen während der Bearbeitung des Verteilerfeldes.
39. Direkter N, aber das Vorgängergerät hat kein N 🟡
Der Modus "Von Vorgänger" ist gewählt, aber das Vorgängergerät hat keinen N-Leiter in seinem Anschlussschema. Das System zeigt auf den höchsten Vorfahren ohne N.
Lösung: Ändern Sie die Anschlussvariante des Vorfahren oder den N-Anschlussmodus.
40. Vorgänger gelöscht (N-vom-Vorgänger-Modus) 🟡
Das Gerät ist auf N-vom-Vorgänger eingestellt, aber das Vorgängergerät existiert nicht mehr.
Lösung: Weisen Sie ein neues Vorgängergerät zu oder ändern Sie den Modus auf "Über Sammelschiene".
41. Passiver N ohne Quelle 🟡
Das Gerät hat keinen N-Pol, aber ein Kabel/Verbraucher, die N benötigen, und es gibt keinen N-Leiter in der Vorgängerkette.
Lösung: Ändern Sie die Anschlussvariante des Vorfahren (z. B. 1P → 1P+N).
💡 SPD-Ausnahme (Nebenschluss): Wenn das Vorgängergerät ein SPD ist, wird diese Prüfung nicht ausgelöst. Die Untergeräte des SPD beziehen N physikalisch von der gemeinsamen N-Sammelschiene, nicht über den N-Pol des SPD – eine Überlastung seines N-Anschlusses ist konstruktionsbedingt unmöglich.
42. Passive Last an einem N-Anschluss 🔵
2+ Untergeräte sind ohne separate Sammelschiene an einen N-Ausgang eines Gerätes angeschlossen. Das Hinzufügen einer Gruppen-N-Sammelschiene wird empfohlen.
43. N umgeht das Vorgängergerät 🟡
Der N-Leiter geht unter Umgehung eines Vorgängergerätes mit N-Pol zur gemeinsamen Sammelschiene. Der Außenleiter wird durch die Hierarchie geschützt, N jedoch nicht.
Lösung: Ändern Sie den Modus auf "Von Vorgänger" oder fügen Sie eine separate N-Sammelschiene hinzu.
💡 Ausnahmen: Die Warnung ist inaktiv, wenn das Vorgängergerät ein SPD (Nebenschluss: physikalisch kein direkter Pfad) oder ein reiner Verteiler (ein Quermodul ohne eigene N-Sammelschiene: N wird nicht geschaltet, die Umgehung umgeht keinen Schutz) ist. Die Warnung gilt nur für Geräte, die N an einem Pol unterbrechen (RCD, RCBO, Übertragungsschalter, Wechselschalter).
44. Verweis auf eine nicht vorhandene N-Sammelschiene 🔴
Das Gerät ist an eine N-Sammelschiene gebunden, die gelöscht wurde.
Lösung: Lösen Sie die Sammelschiene im Eigenschaftenfenster oder erstellen Sie eine neue.
45. N-Sammelschiene an eine PE-Sammelschiene gebunden 🔴
Die N-Bindung zeigt auf eine PE-Sammelschiene anstelle von N. Ein falscher Anschluss.
Lösung: Lösen Sie die Bindung und wählen Sie die korrekte N-Sammelschiene.
46. N-Sammelschiene fehlt 🔴
Das Verteilerfeld hat keine N-Sammelschiene (Neutralleiter), aber es gibt Geräte, die N benötigen.
Lösung: Fügen Sie eine N-Sammelschiene aus der Komponentenpalette hinzu.
47. PE-Sammelschiene fehlt 🔴
Das Verteilerfeld hat keine PE-Sammelschiene (Schutzleiter), aber es gibt Geräte mit PE.
Lösung: Fügen Sie eine PE-Sammelschiene aus der Komponentenpalette hinzu.
47a. N-Eingang und -Ausgang an verschiedenen Sammelschienen 🔴
Regel: Ein Gerät, das eine N-Sammelschiene "besitzt", darf nicht gleichzeitig N von einer anderen Sammelschiene beziehen – dies bedeutet, dass das Gerät eine Sammelschiene speist und N von einer anderen bezieht, was ein Topologiefehler ist.
Beispiel: Ein Quermodul hat sich selbst eine N-Sammelschiene zugewiesen, aber durch die Hierarchie gelangt N von einer anderen (z. B. von einem SPD-Vorfahren bereitgestellt).
Lösung: Belassen Sie eine Sammelschiene für das Gerät oder entfernen Sie die Bindung über "Lösen" in den Eigenschaften.
47b. Geschlossene N-Schleife 🔴
Regel: N-Eingang und -Ausgang an derselben Sammelschiene → eine geschlossene Schleife. Physikalisch zirkuliert N in sich selbst – meist das Ergebnis, wenn zwei Geräte in der Hierarchie derselben "Gruppen-N-Sammelschiene" zugewiesen sind.
Beispiel: Ein 4P-Eingangs-LS-Schalter ist an Bus-1 gebunden; ein darunterliegendes Quermodul ist ebenfalls an Bus-1 gebunden. Die Hierarchie löst den Quermodul-Eingang als Bus-1 = Ausgang auf → eine Schleife.
Lösung: Entfernen Sie die Bindung an einem der Besitzer über "Lösen". UI-Schutz: Die Dropdown-Liste "Gruppen-N-Sammelschiene" zeigt keine Sammelschiene an, deren Auswahl eine Schleife bilden würde.
47c. Parallele Neutralleiter von Quellen 🔴
Regel (IEC 60364-5-55 §551.4.3.2): Eine netzunabhängige Quelle (Generator/Wechselrichter) mit einer internen N-Verbindung, deren Neutralleiter mit dem Netz-Neutralleiter gemeinsam ist. Der Neutralleiter einer solchen Quelle muss geschaltet werden (ein 4-poliger Übertragungsschalter / eine verriegelte ATS), nicht parallel zum Netz-Neutralleiter geschaltet sein.
Problem: Parallele Neutralleiter erzeugen einen Ausgleichsstrom – der RCD erkennt eine Stromdifferenz und arbeitet bei einem Ableitstrom nicht korrekt.
Lösung: Fügen Sie einen Übertragungsschalter hinzu, der N schaltet, mit einer mechanischen Verriegelung.
47d. N-Sammelschiene ohne Besitzer (verwaist) 🟡
Eine N-Sammelschiene hat Verbraucher (Geräte, die Neutralleiter von ihr beziehen), aber kein Gerät hat sie über "Gruppen-N-Sammelschiene" als seine eigene markiert. Dies ist meist ein Überbleibsel nach "Lösen": Ein RCD/Übertragungsschalter speist die Sammelschiene nicht mehr, während Untergeräte weiterhin N von ihr beziehen.
Lösung: Weisen Sie die Sammelschiene einem anderen Gerät als "Gruppen-N-Sammelschiene" zu, schalten Sie die Verbraucher auf eine andere Sammelschiene oder den Direktmodus um, oder löschen Sie die Sammelschiene aus der Palette.
47e. N-Sammelschiene trotz N-Verbrauchern gelöst 🟡
Ein Gerät hat explizit auf seine eigene N-Sammelschiene verzichtet (Opt-out), aber seine Untergeräte benötigen weiterhin den Neutralleiter, den diese Sammelschiene verteilen sollte.
Lösung: Drücken Sie "N-Sammelschiene anfügen" in den Geräteeigenschaften, um das Opt-out rückgängig zu machen und die N-Sammelschiene für die Untergeräte wiederherzustellen.
Anschlussüberlastung (1 Prüfung)
48. 3+ Verbindungen an einem Anschluss 🟡
Ein Geräteanschluss hat 3 oder mehr Verbindungen (Eingänge oder Ausgänge). Die physikalische Grenze liegt bei maximal 2 Adern pro Anschluss.
Lösung: Fügen Sie ein Quermodul oder eine Verteiler-Sammelschiene zur Abzweigung hinzu.
💡 Ausnahme: Das Quermodul ist von dieser Prüfung ausgenommen – die Abzweigung auf viele Ausgänge (5/7/11/12/15/16 Ausgänge pro Pol) ist sein direkter Zweck.
Anschlussbrücken (4 Prüfungen)
Eine Brücke (Jumper) ist eine in den Eigenschaften eines Gerätes deklarierte Verbindung zwischen zwei seiner eigenen Anschlüsse. Diese Prüfungen erkennen gefährliche oder sinnlose Brücken. Alle sind universelle Physik / Datenintegrität, unabhängig vom gewählten Regulierungsstandard.
48a. Kurzschluss zwischen Anschlüssen 🔴
Beispiel: Eine Brücke verbindet einen L-Anschluss mit einem N-Anschluss (oder L↔PE, N↔PE).
Problem: Das Verbinden von Anschlüssen verschiedener Leiter ist ein Kurzschluss. Das Anlegen von Spannung beschädigt sofort Geräte oder verursacht einen elektrischen Schlag.
Lösung: Entfernen Sie die Brücke oder weisen Sie die Anschlüsse neu zu.
48b. Brücke berührt einen Steueranschluss 🔴
Eine Brücke darf nur Leistungsanschlüsse (L / N / PE) verbinden. Einer ihrer Anschlüsse ist ein Steueranschluss (Spule, Hilfskontakt, Stromwandler, Kanal), welcher kein Leistungsleiter ist.
Lösung: Entfernen Sie die Brücke.
48c. Brücke verweist auf einen nicht vorhandenen Anschluss 🟡
Die Brücke verweist auf einen Anschluss, der nicht in der Gerätekonfiguration vorhanden ist. Sie hat keine Wirkung und wird beim nächsten Bearbeiten des Gerätes automatisch entfernt.
48d. Doppelte Brücke 🟡
Dieselbe Anschlussbrücke ist mehrfach deklariert. Die doppelte Brücke hat keine Wirkung.
Lösung: Entfernen Sie die redundante Brücke.
Quellenrollen (12 Prüfungen)
Diese Prüfungen greifen, wenn das Feld über einspeisende Quellen (einen vorgelagerten Leitungsschutzschalter oder einen sekundären Umschalter/Netzumschalter als übergeordnetes Element) verfügt, denen über den Abschnitt "Stromquelle" im Eigenschaftenfenster eine Rolle zugewiesen wurde.
49. Quellenrolle nicht zugewiesen 🟡
Das einspeisende Betriebsmittel hat nachgelagerte Geräte, aber der Quellentyp (Netz / Transformator / Generator / Wechselrichter / USV / Solar / Batterie) ist nicht ausgewählt.
Lösung: Öffnen Sie das Eigenschaftenfenster des einspeisenden Betriebsmittels → Abschnitt "Stromquelle" → wählen Sie eine Rolle.
Warum wichtig: Der KI-Assistent erhält im Abfragekontext Informationen über die Quellen ("Erzählen Sie mir vom Notstromsystem"), und auf der Zeichenfläche werden Rollen als farbige Markierungen zur schnellen Navigation angezeigt.
50. Umschalter mit zwei identischen Quellen 🟡
Ein Umschalter oder 1-0-1-Schalter hat zwei Eingänge mit derselben Quellenrolle (z. B. beide "Netz").
Problem: Eine Redundanz ist sinnlos — bei einem Fehler einer Quelle ist die andere identisch.
Lösung: Wählen Sie unterschiedliche Rollen für den Haupt- und den Reserveeingang (z. B. "Netz" + "Generator", "Netz" + "Wechselrichter", "Solar" + "Batterie").
51. Wechselrichter/Generator ohne vorgelagerten Schutzschalter 🔴
Regel: Ein Betriebsmittel mit einer Quellenrolle von Wechselrichter / Generator / Solar / Batterie / USV ist selbst kein Schutzgerät (z. B. ein mit einer Quellenrolle gekennzeichneter Umschalter, Schütz, Trennschalter) und hat keinen vorgelagerten MCB/RCBO/Sicherungsautomaten.
Problem: Bei einem Kurzschluss auf der Wechselrichter-/Generatorseite besteht kein Überstromschutz.
Lösung: Fügen Sie einen MCB/RCBO/Sicherungsautomaten vor dem gekennzeichneten Betriebsmittel ein, oder ändern Sie das Betriebsmittel selbst in einen MCB mit einer Quellenrolle (ein MCB schützt den Einspeisepunkt der Quelle selbst).
51a. 2P (L+N) Schalter in einem TN-C-System 🔴
Regel: In einem TN-C-Erdungssystem sind Neutralleiter und Schutzleiter kombiniert (PEN). Das Schalten des N-Pols im 2P-Modus (L+N) unterbricht den PEN während der Quellenumschaltung — gefährlich (der Schutzleiter geht verloren).
Lösung: Verwenden Sie 1P (nur L) oder 4P (L1+L2+L3+N) in der Drehstromvariante.
51b. Einphasiger 2P (L+N) speist einen Drehstromverbraucher 🔴
Regel: Ein einphasiger Schutzschalter im 2P-Modus (L+N) ist semantisch gleichwertig mit 1P+N — er kann keinen Drehstromverbraucher versorgen. Wenn das nachgelagerte Gerät 2+ aktive Außenleiter hat, schaltet das einphasige Gerät bei einem Kurzschluss nicht alle Außenleiter → ein Restkontakt = eine Gefahr.
Lösung: Schalten Sie das Gerät in den 4P-Modus (L1+L2+L3+N) um, oder ändern Sie den Verbraucher auf Einphasenbetrieb.
51c. Reserve eines Umschalters bricht einen Mehrphasenverbraucher auf eine Phase herunter 🔴
Regel: Eine Klemmenbrücke ist am Reserveeingang des Umschalters deklariert — alle Pole sind auf eine Phase kurzgeschlossen. Ein Mehrphasenverbraucher an der Reserve:
- Drehstrom (Motor, EV-Ladegerät) — erhält kein Drehfeld und brennt innerhalb von Sekunden durch;
- Zweiphasig — verliert die Potenzialdifferenz zwischen den Außenleitern; Außenleiterverbraucher (220/380 V zwischen den Außenleitern) funktionieren nicht, Beschädigung möglich.
Lösung: Verlegen Sie diesen Verbraucher auf einen separaten Eingang ohne Redundanz, oder ändern Sie den Verbrauchertyp auf Einphasenbetrieb.
51d. Ungültige Klemmenbrücke 🔴
Eine deklarierte Klemmenbrücke eines Betriebsmittels ist ungültig:
- Die Brücke verweist auf eine nicht vorhandene Klemme — die Klemmennummer ist in der Gerätekonfiguration nicht vorhanden;
- Die Brücke besteht zwischen identischen Leitern — beide Klemmen sind demselben Leiter zugeordnet, die Brücke hat also keine Wirkung.
Lösung: Überprüfen Sie die Klemmenzahlen oder entfernen Sie die redundante Brücke.
52. N nicht verfügbar über einen 2P L1+L2 🟡
Regel: Das nachgelagerte Gerät hat einen N-Pol, aber es gibt ein 2P-Gerät in der Vorfahrenkette im Modus L1+L2 (kein N) — ein Split-Phase-Wechselrichter — und das Feld hat keine gemeinsame N-Schiene zur Unterstützung des Durchgangs.
Lösung: Fügen Sie eine N-Schiene hinzu (das System findet sie automatisch über den Durchgang), oder ändern Sie den Modus des 2P-Vorfahren auf L+N.
52a. Reserveeingang eines Umschalters hat eine andere Polzahl 🟡
Beispiel: Ein Drehstromumschalter (4P) mit einem einphasigen (2P) Reserveeingang.
Problem: Eine Reserve mit einer anderen Polzahl versorgt nur einen Teil der Außenleiter — ein Drehstromverbraucher an der Reserve läuft nur auf einer Phase.
Lösung: Verwenden Sie ein Reservegerät mit derselben Polzahl wie der Umschalter, oder stellen Sie den Umschalter auf eine niedrigere Polzahl ein.
52b. Phasenklemmenbrücke in einem TT/IT-System 🔵/🟡
In TT- und IT-Erdungssystemen unterliegt das Überbrücken (Brücken) von Phasenklemmen spezifischen Anforderungen. Die Prüfung erinnert daran, den Entwurf gemäß den Normen (insbesondere IEC 60364-4-41) zu überprüfen. Der Schweregrad (🔵 oder 🟡) hängt von der aktiven Norm ab.
52c. Brücke ohne Grund deklariert 🔵
Eine Klemmenbrücke ist am Betriebsmittel deklariert, aber die Quelle erfordert keine Verbindung — alle Vorfahren haben dieselbe Polzahl und sind keine zweiphasigen eigenständigen Quellen. Die Brücke ist wahrscheinlich redundant.
52d. Quellentyp nicht markiert 🔵
Der Eingangsknoten hat keinen zugewiesenen Quellentyp (Netz / Generator / Wechselrichter / USV / Solar). Markieren Sie die Quelle für eine korrekte Schemaanalyse und KI-Assistentenhinweise.
💡 Unterschied zu Prüfung 49: Prüfung 49 (🟡) wird für ein einspeisendes Betriebsmittel ausgelöst, das bereits nachgelagerte Geräte hat; diese hier (🔵) ist ein weicherer Hinweis für jeden Eingangsknoten.
Kern-Neutralleiter-Invarianten — IEC 60364 (5 Prüfungen)
Diese Prüfungen werden in Abhängigkeit von der gewählten Norm aktiviert. Für IEC 60364 sind alle fünf aktiv.
53. PEN an einem Betriebsmittel geschaltet 🔴
Regel (IEC 60364-4-41, IEC 60364-5-54 §543): Der PEN-Leiter darf in einem MCB/RCD/Trennschalter nicht vor dem Punkt unterbrochen werden, an dem er in N und PE aufgeteilt wird.
Lösung: Verwenden Sie 1P anstelle von 2P, oder teilen Sie PEN weiter oben in der Hierarchie in N + PE auf.
PEN-Aufteilungspunkt (TN-C-S). In den meisten Wohnungen wird PEN bereits in der Hauptverteilung des Gebäudes in N und PE aufgeteilt, sodass getrennte N und PE bereits am Feld ankommen — das Schalten von N ist dort erlaubt. Damit das System keine Falschwarnung anzeigt, stellen Sie den Aufteilungspunkt für TN-C-S in den Feldeinstellungen (⚙) ein: "Vorgelagert" löscht diese Warnung, während "In diesem Feld" (ein kombinierter PEN am Einspeiser, typisch für ein Einfamilienhaus an einer Freileitung) die Prüfung aktiv hält. Die sicherere Option "In diesem Feld" ist standardmäßig aktiviert, sodass eine echte Gefahr nie stillschweigend verborgen wird.
54. Einspeiser ohne 4P in einem TT/IT-System 🔴
Regel (IEC 60364-4-46): In TT- und IT-Systemen muss das einspeisende Betriebsmittel vierpolig sein — Schalten aller Außenleiter zusammen mit N.
Lösung: Ersetzen Sie das einspeisende Betriebsmittel durch ein 4P-Gerät.
55. N nicht zwischen Zonen verschiedener RCDs getrennt 🔴
Regel (IEC 61008-1): Der Neutralleiter zwischen Gruppen verschiedener RCDs muss getrennt sein — eine gemeinsame N-Schiene zwischen zwei RCDs verursacht Fehlauslösungen.
Lösung: Erstellen Sie eine separate N-Schiene für jede RCD-Gruppe.
56. PEN-Schiene nach dem Aufteilungspunkt 🔴
Regel (IEC 60364-4-41, IEC 60364-5-54 §543): Nachdem PEN in N + PE aufgeteilt wurde, ist die Rückkehr zu PEN verboten.
Lösung: Ersetzen Sie die PEN-Schiene durch separate N- und PE-Schienen.
57. Umschalter ohne Verriegelung 🔴
Regel (IEC 60947-6-1 §7.2.1): Ein Umschalter (ATS, Netzumschalter) muss eine mechanische oder elektrische Verriegelung haben, die verhindert, dass beide Quellen gleichzeitig geschlossen werden.
Lösung: Aktivieren Sie den Parameter "Verriegelung" in den Eigenschaften des Umschalters/Netzumschalters.
Kamm-Sicherheit (2 Prüfungen)
58. Kamm umgeht den RCD über N 🔴
Ein Speisekamm wird von einem Punkt vor dem RCD/Umschalter gespeist, sodass der N des Kamm-Schutzschalters nicht durch diesen RCD fließt. Der Außenleiter L fließt durch den RCD (über die übergeordnete Hierarchie), während N dies nicht tut. Der Differenzschutz ist aufgehoben: Das Gerät wird bei einem echten Fehlerstrom nicht auslösen.
Lösung: Schließen Sie die Kamm-Speisung an ein Betriebsmittel nach dem RCD an, oder verschieben Sie den MCB vor den RCD.
59. Direkte N-Verbindungen in einem 1P+N/3P+N-Kamm 🟡
Mitglieder eines N-führenden Kamms unter einem RCD zählen als 1 physischer Draht am N-Anschluss des RCD (über den Kamm), nicht als N separate Drähte. Dies wird bei der Direkt-N-Schwellenwertzählung berücksichtigt.
Phasenschienen L1/L2/L3 (4 Prüfungen)
Weiche Validierung der Phasenverteilerschienen (L1/L2/L3) – alle Warnungen sind "Problem" 🟡-Stufe. Sie blockiert den Entwurf nicht, zeigt jedoch Probleme im Validierungsbereich mit Links zu den Normen an.
60. Phase nicht angeschlossen 🟡
Regel: Die Phasenquelle ist explizit auf "nicht zugewiesen" gesetzt, und die automatische Quellenerkennung (vom übergeordneten Verteiler / von der Schiene) hat kein Ergebnis geliefert.
Lösung: Wählen Sie in den Geräteeigenschaften im Dropdown-Menü "QUELLE" eine Phasenquelle (einen übergeordneten Verteiler oder eine Phasenschiene) aus.
61. Verweis auf eine gelöschte Phasenschiene 🟡
Regel: Das Gerät verweist auf eine L-Schiene, die aus dem Schaltplan gelöscht wurde.
Automatische Korrektur: "Korrigieren" setzt "nicht zugewiesen" – der Benutzer wählt explizit eine neue Quelle aus.
62. Phasenschiene eines anderen Typs 🟡
Regel: Das Gerät ist an eine Schiene eines Typs gebunden, der nicht zur Phase passt (z. B. ein L1-Eingang, der auf eine N-Schiene zeigt).
Lösung: Wählen Sie eine Schiene des passenden Typs aus oder entfernen Sie die Bindung.
63. Überlast der Phasenschiene 🟡
Regel (IEC 61439-1 §5.4): Die Summe der Gerätebemessungsströme auf einer Phasenschiene darf Schienenbemessungsstrom × GF nicht überschreiten (Standard 63 A, Gleichzeitigkeitsfaktor gemäß der aktiven Norm).
Lösung: Verteilen Sie die Last auf zwei Phasenschienen oder ersetzen Sie die Schiene durch eine mit höherem Bemessungsstrom.
Bindung der N-Invarianten an die Norm
Die N-Invarianten (Punkte 53–57) werden durch den Parameter "Norm" in den Schaltplaneinstellungen gesteuert:
| Norm | Aktive N-Invarianten |
|---|---|
| IEC 60364 (Standard) | alle 5 |
| HD 60364 (CENELEC) | alle 5 |
| NEC / BS 7671 | nur technisch kritische |
Wenn keine Norm ausgewählt ist, sind die N-Invarianten-Prüfungen nicht aktiv.
Multi-Profil-Validierung
Seit April 2026 unterstützt die Validierung mehrere Normen gleichzeitig in einem Schaltplan. Dies ermöglicht die parallele Auslegung nach mehreren Normen, wobei nur die Warnungen angezeigt werden, die für die gewählten Vorschriften wirklich kritisch sind.
Normenauswahl
Im Bereich "Schaltplaneinstellungen" → "Validierungsnormen" gibt es eine Kontrollkästchenliste:
- ✅ IEC 60364 (Standard) – international
- ☐ Regionale Vorschriften – NEC, BS 7671 und andere, pro Markt auswählbar
Sie können eine oder mehrere auswählen. Der aktive Satz wird als Chip-Indikator in der Kopfzeile des Validierungsbereichs angezeigt – z. B. "IEC + NEC". Ein Klick auf den Chip führt direkt zum Auswahlfeld in den Einstellungen.
Funktionsweise
- Filtern nach Norm: Jeder Eintrag trägt ein Tag der Norm, an die er gebunden ist. Bevor der Validierungsbereich gerendert wird, werden Einträge, deren Norm nicht im aktiven Satz enthalten ist, herausgefiltert. Die Prüfalgorithmen selbst bleiben gegenüber dem Satz neutral – es gibt einen Filter an der Formatierungsgrenze.
- Zustand auf Schaltplanebene: Die Auswahl wird mit dem Schaltplan gespeichert.
- Standardwerte in einem neuen Projekt: Werden aus den UI-Einstellungen übernommen – der Benutzer legt einen globalen Standard in den Profileinstellungen fest, und ein neuer Schaltplan übernimmt diesen.
Selektivitätsstrenge
Wenn mehrere Normen aktiv sind, wählt das System den strengsten Gleichzeitigkeitsfaktor unter ihnen aus. Dieser "pickStrictest"-Algorithmus stellt sicher, dass ein Szenario keine Fehler verbirgt, die unter einer der Normen allein auftreten würden.
Prüfungen nach der gewählten Norm
3 Prüfungen sind an bestimmte Normen gebunden. Sie werden nur aktiviert, wenn die entsprechende Norm ausgewählt ist.
64. RCD-Klasse für eine DC-Last 🟡
Regel (IEC 61008-1): Ein RCD Typ AC erkennt keine DC-Fehlerströme. Stromkreise mit Wechselrichtern/EV-Ladegeräten/PV benötigen einen RCD Typ B oder F.
Aktiv für: IEC
Lösung: Ersetzen Sie den RCD durch Typ B (für PV, EV) oder Typ F (für drehzahlgeregelte Antriebe).
65. RCD in einem TT/IT-System ohne N-Pol (4P erforderlich) 🔴
Regel (IEC 60364): In TT- und IT-Erdungssystemen muss der Differenzialschutz (RCD/RCBO) den Neutralleiter zusammen mit den Außenleitern schalten. Ohne N-Pol kann der RCD den Stromkreis bei einem Fehler nicht zuverlässig trennen.
Aktiv für: IEC
Lösung: Ersetzen Sie den RCD durch ein 4-poliges Modell (mit Neutralleiter).
66. Veraltete Leiterfarben 🔵
Regel (IEC 60445): Die moderne Farbgebung ist erforderlich: braun L1, schwarz L2, grau L3, blau N, grün-gelb PE. Ein veralteter Farbcode (z. B. weiß/schwarz/rot für Außenleiter) ist eine Informationswarnung.
Aktiv für: Normen, die die moderne Farbgebung vorschreiben
Lösung: Ändern Sie den Farbstandard im Leitungsmodus → Bereich "Farbstandard" → IEC.
Verstärkung bestehender Prüfungen
Verbesserungen an drei Prüfungen mit Multi-Normen-Unterstützung:
- 51. Wechselrichter ohne vorgeschaltete Schutzeinrichtung – zählt nun einen AFDD als Überstromschutzorgan; normabhängige Verweise (IEC/NEC).
- 53. PEN geschaltet – ein erweiterter Satz von fehlerhaften Geräten, eine präzisere Meldung über den PEN-Trennpunkt.
- 69. Tragbarer Generator ohne 4P – für tragbare Generatoren (ein separates Kennzeichen) muss die Einspeiseeinrichtung 4-polig sein (alle Pole zusammen mit N).
Kurzschlussströme – Berechnung und Prüfungen
ElectroBoard berechnet Kurzschlussströme und prüft zwei wichtige elektrische Sicherheitsanforderungen: Abschaltzeit und Schaltvermögen der Schutzeinrichtungen. Die Ergebnisse sind an zwei Stellen verfügbar – als separate Prüfungen im Validierungsbereich und als detaillierter ⚡ "Kurzschlussströme"-Rechner (ein Symbolleistenschaltfläche im Editor).
Die Quellparameter (Netzimpedanz / Kurzschlussstrom am Einspeisepunkt) werden in den Schaltplaneinstellungen → "KS-Quelle" festgelegt – siehe den Abschnitt Netzeinstellungen für weitere Informationen. Wenn die Quelle nicht gesetzt ist, verwendet die Berechnung typische Werte (gekennzeichnet mit einem Sternchen *).
67. Abschaltzeit nicht gewährleistet 🔴
Regel (IEC 60364-4-41 §411): Bei einem Körperschluss muss die Schutzeinrichtung den Stromkreis innerhalb der geforderten Zeit abschalten. Für TN-Systeme wird die Bedingung Zs ≤ U0 / Ia geprüft – die Schleifenimpedanz ist nicht größer als das Verhältnis von Spannung zum Auslösestrom des Geräts. Für TT über einen RCD – RA · IΔn ≤ 50 V (die Berührungsspannung überschreitet nicht den sicheren Grenzwert).
Lösung: Reduzieren Sie die Schleifenimpedanz (größerer Querschnitt oder kürzeres Kabel), installieren Sie einen RCD oder wählen Sie ein Gerät mit einem niedrigeren unverzögerten Auslösestrom.
68. Unzureichendes Schaltvermögen 🔴
Regel (IEC 60947-2, IEC 60898-1): Das bemessene Schaltvermögen (Icu / Icn) des Geräts darf nicht kleiner sein als der prospektive Kurzschlussstrom am Einbauort – Icu ≥ Ik(max). Andernfalls kann das Gerät während eines Kurzschlusses zerstört werden, ohne den Stromkreis zu unterbrechen.
Lösung: Installieren Sie ein Gerät mit höherem Schaltvermögen (z. B. 6 kA → 10 kA) oder wenden Sie einen Back-up-Schutz vorgeschaltet an.
Der "Kurzschlussströme"-Rechner
Die ⚡-Symbolleistenschaltfläche öffnet einen Bereich mit einer Tabelle für jedes Gerät: Zs (Ω), Ik (A), Ia (A), ein Abschalturteil, Ik max (kA), Icu (kA) und ein Beständigkeitsurteil. Die Quelle der Werte ist gekennzeichnet als gemessen / eingestellt / Transformator / typisch. Ein Bindestrich — bedeutet einen unvollständigen KS-Pfad (fehlende Kabeldaten), ein Sternchen * bedeutet einen Standardwert.
v1-Einschränkungen: Die Berechnung ist R-dominiert (keine Blindkomponente X, feste Leitetertemperaturen); gG-Sicherungen und das IT-Erdungssystem werden noch nicht unterstützt; die Schleifenimpedanz wird bis zur Schaltplangrenze gezählt (der letzte Leiter zur Last wird nicht modelliert).
Tipp: Sie müssen nicht jede Empfehlung (🔵) umsetzen. Alle Sicherheitsfehler (🔴) sollten jedoch behoben werden, bevor der Entwurf für eine reale Installation verwendet wird.