§411.3 Schutz durch automatische Abschaltung der Stromversorgung — Allgemeine Anforderungen EB-ZUSAMMENFASSUNG
💡 Einfach erklären
Dieser Punkt legt die allgemeine Regel für die automatische Abschaltung fest: Der Schutz muss auslösen, bevor die Berührungsspannung 50 V Wechselspannung überschreitet. Dazu müssen drei Dinge aufeinander abgestimmt sein – die Schleifenimpedanz Zs, die Kennlinie der Schutzeinrichtung und ihr Auslösestrom Ia. Für TN-Netze lautet die Hauptbedingung einfach: Zs × Ia ≤ U₀, d.h. die Schleife muss niederohmig genug sein, damit der Kurzschlussstrom groß ist und die Einrichtung schnell auslöst. Die Norm gibt Grenzabschaltzeiten vor (Tabelle 41.1): Für normale Endstromkreise bis 32 A bei 230 V nicht mehr als 0,4 s. In der Praxis ist dies der Grund, warum die Messung der Schleifenimpedanz bei der Inbetriebnahme wichtig ist – um sicherzustellen, dass der Schutzschalter tatsächlich rechtzeitig abschaltet.