§411.5 TT-System — Abschaltzeit der automatischen Abschaltung EB-ZUSAMMENFASSUNG
💡 Einfach erklären
Im TT-System ist das Gehäuse des Betriebsmittels an einen eigenen örtlichen Erder angeschlossen, der nicht metallisch mit der Erdung der Quelle verbunden ist, daher fließt der Fehlerstrom über das Erdreich und ist meist zu klein, um einen Leitungsschutzschalter zuverlässig auszulösen. Deshalb muss im TT-System die Hauptschutzeinrichtung ein RCD sein. Die Bedingung lautet hier: R_A × I_ΔN ≤ 50 V, wobei R_A der Widerstand des örtlichen Erders und I_ΔN der Auslösestrom des RCD ist; daraus folgt: Je schlechter der Erder, desto empfindlicher muss der RCD sein. Die Abschaltzeit für Endstromkreise beträgt 0,2 s. In der Praxis ist es für TT-Objekte kritisch, einen RCD am Einspeisepunkt oder an den Gruppen zu installieren und bei der Inbetriebnahme den Erdungswiderstand sowie die tatsächliche Auslösung des RCD mit der „Test“-Taste und einem Prüfgerät zu überprüfen.