§434.5 Kurzschlussschutz — adiabatisches Kriterium (k²×S² ≥ I²t) EB-ZUSAMMENFASSUNG
💡 Einfach erklären
Dieser Punkt behandelt die Prüfung des Kabels auf Kurzschluss. Bei Kurzschluss ist der Strom so groß, dass sich der Leiter nahezu augenblicklich erwärmt, sodass die Wärme nicht abgeführt werden kann – der Vorgang wird als adiabatisch betrachtet. Die Bedingung für die Unversehrtheit lautet: k² × S² ≥ I² × t, wobei S der Querschnitt, I der Kurzschlussstrom, t die Abschaltzeit des Schutzes und k ein Faktor nach Leitermaterial und Isolierung ist (z.B. Kupfer mit PVC – 115, mit XLPE – 143). Einfach gesagt: Der Schutz muss den Kurzschluss so schnell abschalten, dass der Leiter sich nicht über die Grenze seiner Isolierung erwärmt. Daher ist bei großen Kurzschlussströmen oder dünnen Kabeln die Schnelligkeit wichtig – strombegrenzende Sicherungen sind hier oft besser als normale Leitungsschutzschalter. Geprüft werden die ungünstigsten Punkte: der maximale Kurzschlussstrom am Anfang der Leitung und der minimale an ihrem Ende, wo der Schutz am langsamsten auslöst.